Karla ist wieder da! Die Schriftstellerin und ehemalige Systemkritikerin ist nebst halbwüchsigem Sohn Lukas aus Deutschland angereist.

Wir sind in den 90er Jahren, der eiserne Vorhang ist gefallen, das Ceauşescu-Regime endlich überwunden und ein kleines Dorf in der Nähe von Temeswar, im heutigen Rumänien, feiert sein 300-jähriges Jubiläum. Da trifft sich Familie Geier wieder: Endlich können die Daheimgebliebenen und die Ausgewanderten, die drei Generationen der Familie, wieder zusammen sein. Es wird gefeiert, getanzt, getrunken und die ehrwürdige Geschichte des Dorfes heraufbeschworen. Aber bald brechen auch alte Wunden auf: Es geht um Schuld, um Feigheit, um Verrat um Sehnsucht und eine alte Zuckermühle. Jede/r hat hier ein Geheimnis, eine Leiche im Keller.
Aber anders als gewöhnlich bleibt diese Leiche nicht reglos im Keller liegen, sondern hebt ihr Haupt, sobald die Sonne untergeht.

Familientreffen (Walter Menzlaw)

Generationen von Siedler/innen haben die Donau hinab der Wildnis und dem Sumpf ihre kleinen Siedlungen, ihre Höfe und Felder abgerungen. Die Donauschwaben entwickelten ihre eigene Kultur im heutigen Rumänien. Sie behielten aber ihre deutsche Sprache über Jahrhunderte. Ihre Dörfer blieben oft kleine Inseln in der Fremde. In „Donaukinder“ geht es um die Schicksale und die Bewegründe der Banater Schwaben, die nach dem zweiten Weltkrieg zurück in die „alte Heimat“ Deutschland flohen, oder später dem Regime in Bukarest abgekauft wurden.

Für das leibliche Wohl sorgt das Weingut Holzmühle aus Osthofen.

Zurück zur Übersicht