Ladestraße
Der letzte große Baustein der Stadtentwicklung, der in unmittelbarem Zusammenhang mit der Umgestaltung der ehemaligen Bahnflächen steht, ist der Ausbau der Ladestraße. Eigentlich müsste sie "Verladestraße" heißen, weil dort die Güter von der Straße auf die Schiene gebracht wurden. Zuvor mussten sie jedoch in der noch heute sichtbaren Gemeindewaage in der nach ihr benannten Waaggasse gewogen werden. Diese für Osthofen wichtige Gemeindeeinrichtung wurde infolge eines von 318 Bürgern unterschriebenen Antrags im Jahr 1873 errichtet und war mehr als ein Jahrhundert in Betrieb.
Durch die völlige Umgestaltung der Ladestraße von der Unterführung bis zum Festplatz wird ein gut 10.000 qm großes Schlüsselgrundstück in Osthofen erschlossen, das nicht nur eine verbesserte Verkehrsführung ermöglicht, sondern auch ganze Stadträume miteinander verbindet.
Am deutlichsten werden die Veränderungen im Bereich der östlichen Waaggasse sein: Durch den Abbruch des Gebäudes Waaggasse 13 werden sich die Voraussetzungen für die Verkehrsführung im näheren Umfeld nachhaltig verbessern.
Mindestens ebenso wichtig wie die Verbesserung der Zuwegung zum Bahnhof ist die damit einhergehende Verbindung von Stadträumen, da künftig neben der Park & Ride-Anlage auch Fußgänger und Radfahrer schnell und sicher zum Festplatz und weiter bis zum Sommerriedstadion gelangen und die dortigen Einrichtungen besuchen können.
Neben dieser prominenten innerstädtischen Radwegeverbindung wird die Ladestraße auch Teil eines neuen, übergeordneten Radrundweges, der mehrere Orte miteinander verbindet. Damit dieses Projekt realisiert werden kann, wird eine Fahrradverbindung zwischen Ladestraße und Goldbergstraße geschaffen, von der aus der Radverkehr mühelos über eine neue Ampelkreuzung und den dann als Fahrradstraße ausgebauten Teilbereich der Goldbergstraße bis zum Verbandsgemeinde-Rathaus am Wendelin-Weißheimer-Platz gelangen kann.
So gelingt es an dieser Stelle, den Radverkehr südlich zur stark befahrenen Friedrich-Ebert-Straße parallel zu führen und trotzdem kurze Wege zur örtlichen Gastronomie zu gewährleisten.